sprich-frankfurt

Satzung des Vereins

§ 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen Sprich!
  2. Er hat den Sitz in Frankfurt am Main:
  3. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt nach der Eintragung den Zusatz e.V.
  4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
     

§ 2 Vereinszweck

Zweck von Sprich! ist die Förderung von Sprache, Bildung, Kunst und Kultur, um einen Beitrag zur Verbesserung der Situation von benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu leisten (gemäß § 52 Absatz 2 Ziffer 4 Abgabeordnung: Förderung der Jugend und Altenhilfe, Ziffer 5: Förderung von Kunst und Kultur, Ziffer 7: Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung).

Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Migranten/-innen bzw. Neu-Deutschen im Rhein-Main-Gebiet liegen, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern (gemäß § 52 Absatz  Ziffer 7, Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, Ziffer 13, Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedanken). Vor allem die Förderung der  deutschen Sprache und des Lesens hat für Sprich! oberste Priorität, da sowohl die Sprach- als auch die Lesefähigkeit in unserer wissensintensiven Gesellschaft eine Grundvoraussetzung für Erfolg im Leben ist.

Der Vereinszweck wird verwirklicht durch die Planung, Organisation, Unterstützung und Durchführung von Projekten, Veranstaltungen (z.B. einer Sprachwoche nach dem Neuköllner Modell: „Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln“) und Lernangeboten.

Sprich! möchte dabei mit Kitas, Schulen, Jugendzentren,  Bildungsträgern, Initiativen, Arbeitsverwaltungen, Ämtern, Kirchen, Privatpersonen kooperieren, sofern sie mildtätig und gemeinnützig sind.

Ebenfalls wird die Expertise und das soziale Netzwerk der Mitglieder von Sprich! zur Verwirklichung des Vereinszwecks hinzugezogen. Sprich! besteht aus Deutschen und „Neu“-Deutschen und kommen aus Berufssparten wie der Sozialarbeit, Pädagogik, Kulturanthropologie, Germanistik (DaF/DaZ) und aus dem Medienbereich (Film, Werbung, Verlagswesen, PR). Außerdem sind Künstler, Literaten, aber auch Praktiker aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen und aus dem Kaufmännischen bei Sprich! vertreten. Einige Mitglieder verfügen über langjährige Erfahrungen in der Integrationsarbeit mit Migranten/-innen.

Das erste Projekt von Sprich! soll wie o.g. die Initiierung einer „Woche der Sprache und des Lesens“ in Frankfurt sein.

 

§ 3 Gemeinnützigkeit 

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Die Körperschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Der Verein ist in diesem Rahmen befugt, einen Aufwendungsersatz und/oder eine angemessene Vergütung an Vereinsmitglieder und/oder Organmitglieder zu zahlen, solange diese nicht unverhältnismäßig hoch sind und der Gemeinnützigkeit nicht entgegenstehen.
  4. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.
  5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden
  6. Für ihre Tätigkeit im Auftrag des Vereins können die Mitglieder der Organe des Vereins eine angemessene Aufwandsentschädigung erhalten. 

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche (und juristische) Person werden, die seine Ziele unterstützt.
  2. Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Die Mitgliedschaft wird erworben durch Zusendung einer Aufnahmebestätigung. Eine Ablehnung des Antrages durch den Vorstand bedarf keiner Begründung.
  3. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austrittserklärung oder Ausschluss, über den der Vorstand bei schwerwiegenden Verstößen gegen Interessen und Ziele des Vereins durch schriftlichen Bescheid entscheidet. Dem vom Ausschluss bedrohten Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden.
Der Austritt hat durch schriftliche Erklärung an den Vorstand zu erfolgen.

 

§ 5 Beiträge 

Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine einfache Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder erforderlich. 

  

§ 6 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

a) der Vorstand

b) die Mitgliederversammlung

 

§ 7 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt. Er vertritt den Verein im Sinne der § 26 BGB in allen gerichtlichen und außergerichtlichen Angelegenheiten.
  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich.
  1. Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus. Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen. Dieser ist berechtigt, an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.
  1. Vorstandssitzungen finden jährlich mindestens ein Mal statt. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt durch die/den Protokollführer/in schriftlich unter Einhaltung einer  Einladungsfrist von mindestens 7 Tagen. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn zwei Personen des Vorstands anwesend sind.
  1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.
  1. Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von zwei Mitgliedern des Vorstands zu unterzeichnen.
  1. Der Vorstand kann für seine Tätigkeit eine angemessene Vergütung erhalten.
  1. Der Vorstand haftet dem Verein für einen in Wahrnehmung seiner Vorstandspflichten verursachten Schaden nur bei Vorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

 

§ 8 Mitgliederversammlung 

1.    Die Mitgliederversammlung ist bei Bedarf, jedoch einmal jährlich als Jahreshauptversammlung vom Vorsitzenden des Vorstandes oder seinem Stellvertreter einzuberufen. 
Der Vorstand legt Ort, Zeit und Tagesordnung der Mitgliederversammlung fest.

2.    Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben und Rechte:

·  Billigung des Jahresberichts


·  Genehmigung des Jahresabschlusses

·  Wahl des Vorstandes sowie deren Entlastung des Vorstandes

·  Wahl des Schatzmeisters

·  Beschlussfassung über Satzungsänderungen

·  Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen

·  Beschlussfassung über den Haushaltsplans

·  Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins

3.    Die Mitgliederversammlung entscheidet z. B. auch über

·  Gebührenbefreiungen,

·  Aufgaben des Vereins

·  An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz

·  Beteiligung an Gesellschaften

·  Namensänderung des Vereins

·  Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich

4.    Mitgliederversammlungen werden schriftlich und unter Beifügung der Tagesordnung vom Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden mit einer Frist von 14 Tagen vor dem Versammlungstermin einberufen. Die Frist beginnt mit dem Tag nach
der Absendung des Einladungsschreibens.

5.    Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

6.    Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

 

§ 9 Satzungsänderung

  1. Für Satzungsänderungen ist eine 2/3-Mehrheit der erschienenen Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt worden waren.
  2. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

 

§ 10 Beurkundung von Beschlüssen

Die in Vorstandssitzungen und in Mitgliederversammlungen erfassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Vorstand zu unterzeichnen.

 

§ 11 Einsatz von neuen Medien

  1. Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen können auch als Onlineversammlungen oder über eine Video-Konferenz per ‚Skype’ abgehalten werden
  2. Online-Versammlungen folgen den Grundsätzen der geschlossenen Benutzergruppe. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich innerhalb der vorher festgelegten Gruppe von Teilnehmern, wobei die Identifizierung der Teilnehmer zweifelsfrei erfolgen muss.
  3. Die Einladung zu einer Online-Versammlung muss neben der Tagesordnung auch die Internetadresse und die Zugangsdaten zur Online-Versammlung enthalten. Die Mitglieder sind verpflichtet, ihre Legitimationsdaten und das Passwort keinem Dritten zugänglich zu machen und unter strengem Verschluss zu halten. 
     

§ 12 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

  1. Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.
  2. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Aufbruch Neukölln e.V., die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu verwenden hat.

 

§ 13 Korrekturen an der Satzung nach Vorlage beim Finanzamt

Der/die Vorstandsvorsitzende ist befugt gegebenenfalls Korrekturen an der Satzung vorzunehmen, um den Anforderungen des Finanzamtes zur „Gemeinnützigkeit“ nachkommen zu können. Diese Befugnis erfolgt nach der Durchsicht der Satzung von Sprich! durch das Finanzamt Frankfurt bzw. nach der Rückmeldung des Finanzamtes.

 

Diese Satzung ist am 20.03.2011 auf der Sitzung in Frankfurt am Main, der Mitgliederversammlung in dieser Fassung beschlossen.

©2017 Sprich! e.V.